Bildgestaltung- 10 Tipps für gute Fotos
Geschrieben von Markus am 9. April 2010 | Abgelegt unter Fototipps & Fotopraxis, Wettbewerbe
Was macht ein gutes Foto aus?
Ein gutes Foto vermittelt Emotionen und Stimmungen. Es wirkt harmonisch und erzählt eine Geschichte…
Ich möchte Euch 10 einfache Regeln für eine gelungene Bildgestaltung zeigen.
1. Bildaufteilung/Goldener Schnitt

Beim Goldenen Schnitt teilt man das Bild durch gedachte horizontale und vertikale Linien in Drittel auf. Alle wichtigen Elemente des Bildes sollten sich auf den Linien befinden. Das bewirkt eine harmonische und interessante Bildaussage. Setzen Sie nicht alle bildbestimmenden Elemente ins Zentrum. Das wirkt oft unästhetisch und langweilig. Das Hauptmotiv soll im Bild dominieren. Personen oder Tiere sollten immer ins Bild hineinschauen und Fahrzeuge nicht herausfahren. Lassen Sie Platz zum Bildrand. Versuchen Sie so zu fotografieren, dass der Horizont nicht durch die Bildmitte verläuft.
Weitere Hinweise finden Sie auf meiner Seite m-fotoland.de/Bildaufteilung.
2. Rahmen
Motive können durch einen Rahmen besonders gestaltet werden. Dabei ist hier nicht der Bilderrahmen für die heimische Wand gemeint, sondern natürliche Rahmen. Natürliche Rahmen können zum Beispiel, Brücken, Äste, Bäume, Tunnel Bögen oder Felsen sein. In der Bildkomposition werden durch diese Rahmen das Hauptmotiv aus seiner Umgebung losgelöst. Das ergibt für den Betrachter ein spannendes Bild, da er nicht durch unwichtige Teile des Bildes abgelenkt wird.
3. Perspektive/ Standort
Oft wird nur aus der Augenhöhe fotografiert, was viele Bilder uninteressant oder langweilig wirken lässt. Der gewählte Standort verändert die Perspektive des Fotos und die spätere Wirkung auf den Betrachter. Die Bilder wirken spannender aus ungewöhnlichen Perspektiven. Zum Beispiel vom Boden aus fotografiert oder mal von ganz oben. Seid experimentierfreudig- Ihr werdet überrascht sein.
4. Tiefenwirkung
Fotografien sind zweidimensional. Für eine schöne Bildaussage in einem Foto muss der Eindruck von Tiefe erzeugt werden. Zum einen könnte man gezielt Gegenstände im Vordergrund des Bildes platzieren, zum anderen ist es möglich eine “Überlappung” zu erzeugen. Das bedeutet, ein Bildelement wird von einem anderen überdeckt. Dadurch entsteht eine vorgetäuschte Dreidimensionale Bildwirkung.
5. Linienführung
Eine Linie im Foto, ob gedacht oder tatsächlich vorhanden, ist ein Gestaltungsmittel, welches das Auge des Betrachters durch das Bild führt. Am Ende dieser “Führung” erkennt man klar die Bildaussage. Sichtbare Linien können z.B. Zäune, Ketten, Seile, Gewege oder Straßen sein.
6. Symetrische Formen
Überall in unserer Umgebung findet man symetrische Dinge. Gebäude, Spiegelungen im Wasser oder gepflasterte Gehwege. Gekonnt ins Bild gesetzt entstehen interessante Kompositionen. Einserseits kann man die symetrische Wirkung im Bildaufbau betonen, andererseits bewusst zerstören.
7. Motiv herausarbeiten
Damit das Motiv optimal zur Geltung kommt, sollte es vom Hintergrund freigestellt werden. Manchmal passiert es, das einer Person eine Straßenlaterne oder ein Ast aus dem Kopf wächst. Unser Auge sieht anders als die Kamera. Wenn wir denken, der Ast wäre weit genug weg, macht die Kamera ein zweidimensionales Bild ohne Tiefenwirkung. Achtet darauf, dass das Modell von störenden Details im Hintergrund Abstand hält. Mit einer offenen Blende kann man gegebenenfalls den Hintergrund gut verschwimmen lassen.
8. Das Hauptmotiv
Wählt einen engen Bildausschnitt, damit keine unwichtigen Informationen vom Motiv ablenken. Es gibt ein Menge Fotos, die langweilig sind, weil das Hauptmotiv bei der Bildaufteilung viel zu schlecht weg kommt. Zum Beispiel weil das Motiv zu weit weg ist, zu klein abgebildet wird und es von lauter unwichtigen Dingen umgeben ist. Nur das Wesentliche soll auf dem Foto sichtbar sein.
9. Vordergrund und Hintergrund
Befindet sich das Motiv durch die Drittelregel (Goldener Schnitt) nicht in der Bildmitte, ist es möglich, dass der Vorder- oder Hintergrund des Fotos leer wirkt. Das kann man ausgleichen, indem man ein Bildelement als “Beiwerk” so platziert, das die Leere ausgefüllt wird.
10. Viele Bilder vom Motiv

Da es heutzutage digitale Speichermedien gibt, kann man unzählige Bilder vom selben Motiv machen und sie dann bequem am heimischen Monitor aussortieren. Denn nicht immer glückt das perfekte Foto beim ersten Versuch.
Man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, und aus allen Lagen und Situationen fotografieren. Und falls es mal nix wird, löschen kann man immer.
3 Kommentare »















am 3. Mai 2010 um 16:42 1.carina schrieb …
Gut zusammengestellte Fototipps.
Gruß Karin
am 7. Juli 2010 um 10:54 2.Wioleta schrieb …
interessanter Artikel! Wenn du diesen Artikel in dem Photoshop Magazin (auf der Seite: http://photoshop-magazin.net/) veröffentlichen möchtest, sag Bescheid! Der Artikel wird in Newsletter publiziert. Dieser Newsletter erhalten 20 000 Benutzer. Es wäre toll, wenn die anderen von deiner Arbeit erfahren könnten. Lass den anderen die Ergebnisse deiner Arbeit sehen!!
am 6. Dezember 2011 um 11:57 3.Maria schrieb …
Sehr gute Tipps, gerade für Einsteiger. Ich finde es gut, dass man keine ewig langen Texte lesen muss, sondern nur eine kurze Erklärung mit Bild zur Veranschaulichung bekommt. Letztendlich muss man es ja eh selbst ausprobieren. Irgendwann achtet man dann schon von ganz alleine darauf, wie man mein Bild komponiert. Ich fotografiere noch nicht besonders lange, erwische mich aber schon dabei, dass ich ganz selbstverständlich einige der hier erklärten Regeln versuche umzusetzen.