Fototips
Richtig fotografieren mit der Spiegelreflexkamera

Welchen Einfluss hat die Brennweite auf Ihre Bilder?

In der Fotografie bestimmt die Brennweite eines Objektivs in Verbindung mit dem Aufnahmeformat den Bildwinkel und damit den Bildausschnitt.



Das bedeutet, dass man mit einer sehr langen Brennweite z.B. einen Vogel in der Baumkrone so fotografieren kann, dass er fast das ganze Foto ausfüllt. Bei einer sehr   kurzen Brennweite sehen wir zwar den Baum formatfüllend, doch den Vogel würde man nicht mehr auf dem Foto finden. Kurze Brennweiten unter 50mm bezeichnet man als Weitwinkel-Objektive und bei Brennweiten ab 50mm beginnt dann der Tele-Bereich, Objektive ab 300mm Brennweite werden Super- oder Ultrateleobjektive genannt. In der Praxis bezeichnet man ein 50mm-Objektiv als Normalobjektiv, weil es in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges (46°) entspricht. 

Je länger die Brennweite eines Objektivs ist, desto länger muss auch das Objektiv selbst werden.




 

 Objektiv

 

 

 Bezeichnung

 

 

 Verwendung

 

Sigma 4,5mm 2,8 EX DC Circular Fisheye HSM Objektiv für Nikon

Fisheye-Objektiv

Blickwinkel bis zu 180°

Bilder werden meist kreisförmig dargestellt

Sigma 10-20mm 4-5,6 EX DC HSM Objektiv für Canon

Weitwinkel-Objektiv

großer Bildwinkel

optimal für Landschaftsaufnahmen

CANON EF-S 18-55mm/ 3,5-5,6/ IS Universal zoom Objektiv,

Normal-Obkektiv

mittlerer Bildwinkel

für die häufigsten Bildsituationen

Tamron AF 55-200mm 4-5,6 Di II LD Macro digitales Objektiv für Canon

 Teleobjektiv

kleiner Bildwinkel

z.B. für Tierfotos, um die Fluchtdistanz zu wahren

Canon EF 500mm 1:4,0 L IS USM Objektiv

Supertele-Objektiv

sehr kleiner Bildwinkel

für weit entfernte Motive

 

Wie ändert sich die Perspektive?

Wird mit einem Weitwinkel-Objektiv fotografiert, entsteht im Bild mehr Tiefe, da ein großer Bereich erfasst wird. Die Perspektive wird somit verstärkt. Mit einem Tele-Objektiv wird der Aufnahmebereich gestaucht. Es entsteht weniger Tiefe und die Perspektive wird reduziert. Bei Tele-Objektiven rücken entfernte, hintereinander angeordnete Motive weiter zusammen.

 

Wie verhält es sich mit der Schärfentiefe?

Wenn auf ein Motiv fokussiert wird, gibt es davor und dahinter einen Bereich, der ebenfalls scharf abgebildet sein wird. Diesen Bereich nennt man Schärfentiefe.

Wie wir aus der Rubrik "Blende" wissen, hat diese einen bedeutenden Anteil an der Schärfentiefe. Zwei weitere Dinge beeinflussen ebenfalls die Schärfentiefe. Das ist einerseits der Abstand Motiv-Kamera, andererseits die Brennweite des angesetzten Objektivs.

Je kleiner die Brennweite ist, desto größer ist die Schärfentiefe. Das bedeutet, ein Objekt mit 18mm Brennweite fotografiert weist einen größeren Schärfebereich auf, als mit 200mm Brennweite fotografiert. Bei gleicher Blendeneinstellung natürlich.